Ein Geldmarktfonds (MMF) ist eine Art Investmentfonds, der darauf ausgelegt ist, Erträge auf liquide Mittel zu erzielen, die andernfalls unverzinst bleiben würden.
Anstatt das Geld in einen einzelnen Vermögenswert zu investieren, legt ein MMF es in einem diversifizierten Portfolio aus kurzfristigen, hochwertigen Finanzinstrumenten an, die von Staaten, Banken und großen Institutionen ausgegeben werden. MMFs werden häufig von Unternehmen, Finanzinstituten und Finanzabteilungen genutzt, um überschüssige Liquidität zu verwalten und gleichzeitig ein hohes Maß an Liquidität zu gewährleisten.
Warum Unternehmen Geldmarktfonds nutzen
Viele Unternehmen verfügen über liquide Mittel, die nicht sofort für Gehaltszahlungen, Rechnungen oder laufende Betriebsausgaben benötigt werden.
Anstatt diese Gelder ungenutzt zu lassen, nutzen Unternehmen MMFs häufig, um:
Jederzeit auf ihre Liquidität zugreifen zu können.
Potenzielle Erträge bei geringem Risiko zu erzielen.
Ihre Anlagen zu diversifizieren.
Von einem professionellen Fondsmanagement sowie den strengen EU-Anforderungen hinsichtlich Liquidität, Diversifizierung und Kreditqualität zu profitieren.
Für viele Unternehmen bieten MMFs eine alternative Möglichkeit, kurzfristige Liquiditätsreserven zu verwalten und gleichzeitig flexibel zu bleiben.
Wie Geldmarktfonds Erträge erzielen
Geldmarktfonds investieren in kurzfristige Finanzinstrumente, die in der Regel Erträge in Form von Zinszahlungen erwirtschaften, zum Beispiel:
kurzfristige Staatsanleihen (Treasury Bills);
kurzfristige Unternehmensanleihen;
Bankeinlagen;
Wertpapierpensionsgeschäfte (Repurchase Agreements bzw. Repos).
Die Gesamtrendite eines MMF hängt von den aktuellen Marktzinsen ab. Ändern sich die Leitzinsen der Zentralbanken (z. B. die Zinssätze der EZB in Europa), passt sich die Rendite von MMFs in der Regel entsprechend an. Bitte beachten Sie: Die Rendite ist variabel und kann nicht garantiert werden.
Wie MMFs bewertet werden
Im Gegensatz zu einigen anderen Finanzanlagen werden Geldmarktfonds (MMFs) nicht fortlaufend während des Tages gehandelt. Das bedeutet jedoch nicht, dass Käufe oder Verkäufe eingeschränkt sind – Sie können jederzeit während des Tages Aufträge erteilen. Der Preis des Fonds ändert sich jedoch nicht in Echtzeit.
Stattdessen werden alle Transaktionen zu einem einzigen täglichen Preis ausgeführt, dem sogenannten Nettoinventarwert (Net Asset Value, NAV). Alle Anlegerinnen und Anleger, die ihre Transaktion am selben Tag ausführen, erhalten denselben Preis. Dieser NAV wird auf Grundlage des Gesamtwerts der zugrunde liegenden Vermögenswerte des Fonds am Ende des Handelstages berechnet.
Nach der Ausführung folgt die Transaktion einem Abwicklungszyklus, der bestimmt, wann die Gelder tatsächlich übertragen werden:
T+0 – Abwicklung am selben Geschäftstag (für unseren MMF verfügbar);
T+1 – Abwicklung am nächsten Geschäftstag (marktüblich).
Das bedeutet, dass Ihre Transaktion möglicherweise nicht sofort in Ihrem Kontostand erscheint, obwohl sie bereits ausgeführt wurde.
Zugriff auf Ihr Geld
MMFs sind grundsätzlich darauf ausgelegt, eine hohe Liquidität zu bieten. Das bedeutet, dass Sie Ihre Anteile in der Regel verkaufen und auf Ihr Geld zugreifen können, wenn Sie es benötigen.
Die Abwicklungszeiten können jedoch je nach Fonds und Marktbedingungen variieren.
Geldmarktfonds im Vergleich zu Sparkonten
Obwohl beide Produkte häufig zur Aufbewahrung von Geld verwendet werden, funktionieren sie unterschiedlich.
Ein Sparkonto ist ein Bankprodukt, während ein Geldmarktfonds ein Anlageprodukt ist.
Das bedeutet:
Renditen sind nicht garantiert.
Der Wert Ihrer Anlage kann schwanken.
Einlagensicherungssysteme gelten in der Regel nicht.
Die Risiken verstehen
Geldmarktfonds gelten im Allgemeinen als risikoärmere Anlageform als viele andere Investmentprodukte. Sie sind jedoch nicht risikofrei.
Wie alle Kapitalanlagen können auch MMFs durch Marktereignisse, Änderungen der Zinssätze, Liquiditätsbedingungen und die Bonität der zugrunde liegenden Emittenten beeinflusst werden. In Ausnahmefällen erhalten Anlegerinnen und Anleger möglicherweise weniger zurück als den ursprünglich investierten Betrag.
So sind Ihre Investitionen geschützt
Ihre Investitionen werden über regulierte Anbieter gehalten und im Rahmen einer getrennten Verwahrung (Segregation) verwaltet.
Das bedeutet, dass Ihre Vermögenswerte gemäß den geltenden regulatorischen Anforderungen getrennt von den Vermögenswerten von Finom und unseren Dienstleistern verwahrt werden.
